Vino al Vino

Jedes Jahr im September treffen sich die Winzer von Panzano auf dem Dorfplatz mit ihren Weinen, die zu den allerbesten der Region zählen. Sie können dort die verschiedenen Weine probieren, mit den Winzern sprechen und tollen Jazz hören. Interessiert? Dann kommen Sie uns besuchen, immer am 3. Wochenende im September im Herzen von Panzano. Die Daten für 2013 sind folgende:
Donnerstag, 12. September              16:30 – 20:00 Freitag, 13. September                     12:00 – 19:30 Samstag, 14. September                    11:00 – 20:00
Sonntag, 15. September                    11:00 – 19:30
Jazz Band Samstag & Sonntag von 18-20 Uhr.
Die Winzer von Panzano treffen sich aber nicht nur einmal im Jahr um ihre besten Weine zu zeigen. Wir sind auch eine eng zusammen arbeitende Gruppe die an Qualität arbeitet, nachhaltigen und biologischen Weinbau fördert und vieles mehr. Weitere Informationen zu den einzelnen Weingütern können Sie auf der aziende Seite finden oder schauen Sie mal auf den offenen Brief von unserem Präsidenten Giovanni Manetti hier unten.
Ein offener Brief von Giovanni Manetti (Fontodi) über die Unione Viticoltori und Panzano
Nachhaltiges Panzano Die Winzergemeinschaft von Panzano „Unione Viticoltori di Panzano“ ist eine freie und unabhängige Vereinigung, die aus 20 Weingütern besteht. Sie wurde vor 15 Jahren mit dem Vorsatz gegründet, Panzano und seine Weine hauptsächlich mit der alljährlichen Veranstaltung Vino al Vino zu fördern, die über die Jahre ein großer Erfolg war und weiter ist. Mit der Zeit und Dank immer öfter werdender Treffen, formte sich eine richtige enge Gruppe von Winzern. Es wurden Freundschaften geschlossen, Erfahrungen und Wissen ausgetauscht und immer mehr gemeinsame Initiativen und Projekte entwickelt. Vieles verbindet uns, aber die wichtigsten Punkte sind: -die Liebe für unser Land, Panzano, wo wir leben, arbeiten und wo wir unsere Kinder heranwachsen sehen möchten. -Die Leidenschaft für unsere Arbeit als Winzer. Jeder von uns stellt Wein aus seinen eigenen Trauben her und das Weingut wird direkt vom Winzer bewirtschaftet, indem er sich um alle Produktionsphasen kümmert -Das Engagement nach der Qualitätssuche, das manchmal auch zum Zwang werden kann. Was die Qualität betrifft, so sind wir überzeugt, dass Qualitätswein immer mehr ein Wein aus seinem Terroir ist und sein wird. Das heißt, dass was der Wein an Geschmack und Aroma vom Boden durch die Trauben aufnehmen kann und diesen Wein so einzigartig macht und nicht vergleichbar in anderen Teilen der Welt hergestellt werden kann. Die Gedanken an Qualität und Terroir werden jeden Tag stärker und wahrer im Licht der schlimmen Krise, die die Weinwirtschaft gerade durchlebt. Besonders für den Chianti, wo die Produktionskosten hoch sind, aber das Qualitätspotenzial gehoben ist, ist einer der Auswege zweifellos in der Einzigartigkeit, Charakter und Persönlichkeit unserer Weine zu suchen. Wie kann der Charakter des Gebietes für den Wein gestärkt werden, wenn das Gebiet nicht respektiert wird? Wie kann ein Wein die Eigenschaften seines eigenen Gebietes ausdrücken, wenn der Weinberg systematisch mit chemischen Mitteln bombardiert wird? Den Respekt für unser Gebiet erhält man nur durch einen nachhaltigen Weinbau. Diese Art des Weinbaus, der nicht unserer Umwelt schadet, sondern sie schützt und für zukünftige Generationen erhält, und  gleichzeitig die Bedürfnisse der Konsumenten und Hersteller zufrieden stellen kann. Um „nachhaltig“ zu sein muss der Weinbau auf den Bioanbau punkten, darf  keine synthetischen  Chemikalien vorsehen und darf nur natürliche Produkte und Methoden verwenden, zusammen mit einer effizienten Nutzung der inneren Ressourcen der Firma, indem Outsourcing reduziert wird. Sprechen wir nun über die Motive und Gründe: Biologischer und nachhaltiger Weinbau: ohne Zweifel gibt es den Wunsch in einer sauberen Umwelt zu leben und zu arbeiten und bekömmliche Weine ohne chemische Rückstände und vor allem in hoher Qualität herzustellen und auch selbst zu trinken. Als wir das Projekt „ Panzano Sostenibile“ (nachhaltiges Panzano) zwischen den Winzern von Panzano und Ruggero Mazzilli in 2005 begonnen haben, gab es schon einen „fruchtbaren Boden“. Einige von uns bewirtschafteten ihre Weinberge biologisch und in allen anderen gab es vermehrt den Wunsch und den Willen chemische Mittel zu reduzieren im Bewusstsein, dass dies die richtige Weg ist. Der Qualitätsanstieg dank Ruggiero Mazzilli war nicht nur, dass jeder für sein eigenes Weingut „biologisch dachte“, sondern durch das Bewusstsein im Grossen von einem ganzen Gebiet „bio zu denken“. Wir haben sofort verstanden, dass, wenn wir alle zusammen arbeiten, das Endergebnis ohne Zweifel besser sein würde als wenn jedes Weingut nur für sich bleibt. Mit diesem Verständnis war es für uns klar, dass je größer die Einsatzoberfläche von biologischen Schutzmitteln gegen die Krankheiten des Weinstocks ist, desto besser sind die Ergebnisse. Der nächste Schritt war die Entstehung der „Stazione Sperimentale“ (Experimentelle Station - www.spevis.it ) für den nachhaltigen Weinbau in Panzano. Diese kümmert sich die Arbeiten des Weinberges im Gebiet zu koordinieren und wer auf Bio umsteigen will zu unterstützen. Die Experimentelle Station arbeitet eng mit der akademischen Welt zusammen, indem eine Reihe von nützlichen Versuchen vorgenommen wird, um das technische Wissen zu steigern und um eine immer weitere und wirksamere Verbreitung des biologischen Weinbaus gewährleisten zu können. Dieses Projekt hat das Ziel, Panzano zum ersten italienischen Bioweinanbaugebiet zu machen und nicht nur, wo keine synthetische Chemikalien eingesetzt werden. Heute sind wir schon an einem guten Punkt angelangt und schon über 70% der Weinberge von Panzano oder über 300 Hektar werden biologisch bewirtschaftet und das ist eine bedeutenswerte Oberfläche. Wir sind immer mehr überzeugt, dass dieser nachhaltige Weg den wir eingeschlagen haben, uns gleichzeitig die folgenden Vorteile bringen kann: -Vorteile für die Konsumenten, indem wir ihnen einen besseren und saubereren Wein geben, der sein Ursprungsgebiet mehr respektiert -Vorteile für die Umwelt mit weniger Boden-, Wasser- und Luftverschmutzung -Vorteile im sozialen Bereich, um die Beziehung zwischen Weingütern, Bürgern und Mitarbeitern, die in diesem Gebiet leben und im Weinberg arbeiten zu verbessern. Dabei darf aber nicht der wirtschaftliche Aspekt vernachlässigt werden ohne den die notwendige Rentabilität des Weingutes nicht garantiert werden kann.  Es würde die Zukunft der Weingüter kompromittieren und ideologische oder integrative Meinungen können nur mit gutem Verstand und Passion fort gesetzt werden. Ich hege große Hoffnung, dass wir mit diesem Projekt wirklich ein positives Modell aufbauen können, dass dazu dient den biologischen Weinbau immer mehr in der Toskana zu verbreiten. Ich würde gerne allen meinen Winzerkollegen, die noch Bedenken haben,  versichern, dass der biologische Weinbau nicht nur möglich, sondern auch nützlich und notwendig ist. Die Winzergemeinschaft von Panzano unterstützt diese erfolgreiche Wahl mit konkreten Fakten und steht Ihnen für einen offenen Meinungs- und Erfahrungsaustausch zur Verfügung.

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